Donnerstag, 21. Mai 2026 16:00–17:00 Uhr
Scharrerstraße, Nürnberg
Ein Ort des Erinnerns im Alltag.
In der Scharrerstraße wurde der bestehende Gedenkort durch eine Sitzgruppe weiterentwickelt. Er befindet sich am Ort der Ermordung von İsmail Yaşar, der 2005 vom rechtsterroristischen Netzwerk NSU getötet wurde.
Das Projekt wurde im Rahmen des interdisziplinären Lehrforschungsformats »wir.machen.Stadt« an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm entwickelt – in Zusammenarbeit mit der Fakultät Architektur und der Fakultät Sozialwissenschaften. »wir.machen.Stadt« wurde durch die Bürgerstiftung Nürnberg mitinitiiert und gefördert und wird unter dem Namen »wir.machen.Stadt/wir.machen.Nürnberg« weitergeführt. Die Umsetzung ist zusätzlich durch die Stadt Nürnberg im Rahmen des Förderprogramms »Möglichkeitsräume 2025« unterstützt worden.
Die Weiterentwicklung des Gedenkorts ist aus einem offenen Prozess hervorgegangen, an dem Studierende, Nutzerinnen, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Vertreterinnen der Stadtverwaltung beteiligt waren. Als Bottom-up-Projekt wurde der Ort gemeinsam untersucht, verhandelt und gestaltet.
Ausgangspunkt dieses Prozesses war die Frage, wie Orte rechter Gewalt im Stadtraum sichtbar bleiben können – nicht nur durch klassische Denkmalformen, sondern auch im Alltag.
Die Sitzgruppe versteht sich als offenes Angebot: ein Ort zum Sitzen, Verweilen und Innehalten – und damit als Form von Erinnerung im Alltag. Sie lädt dazu ein, den Ort bewusst wahrzunehmen und die mit ihm verbundene Geschichte nicht zu vergessen.
Wir laden Sie herzlich ein, die Weiterentwicklung des Gedenkorts gemeinsam mit uns einzuweihen.