Die bayerische Landesgartenschau 2030 findet in Nürnberg statt. Die Stadt hatte sich mit dem Konzept einer »Urbanen Gartenschau Nürnberg« als Ausrichterin für die 50. Jubiläumsschau der bayerischen Landesgartenschau beworben. Um den zukünftigen Besucherinnen und Besuchern der urbanen Gartenschau eine CO₂-neutrale Anreise in die Nürnberger Innenstadt zu ermöglichen, bedarf es neuer innerstädtischer Fahrradstellplätze in Form eines Parkhauses für ca. 600 Fahrräder. Der zu planende neue urbangarden bikehub soll auf einem von drei ausgewählten innerstädtischen Baufeldern als Holzbaukonstruktion mit einer Fläche von ca. 1.500 m² errichtet werden.
Die zu planende Fahrradgarage ist grundsätzlich zweigeschossig zu konzipieren. Dabei kann das 1. Obergeschoss entweder als begehbares Dach oder als offene Stellplatzstruktur ausgebildet werden. Die gegebenenfalls notwendige Erschließung des 1. Obergeschosses ist konzeptabhängig über Fahrradrampen und Treppenanlagen zu organisieren. Grundlage für die Bemessung der Garage ist die Unterbringung von ca. 600 Fahrradabstellplätzen. Dieser Bereich benötigt keine thermische Gebäudehülle; gegebenenfalls sind jedoch Maßnahmen zum Sichtschutz und zur Sicherheit vorzusehen.
Die Fahrrad-Servicestation ist als kleine Reparaturwerkstatt mit zwei Arbeitsplätzen zu konzipieren. Diese Bereiche sind mit einer thermischen Gebäudehülle auszustatten, da es sich um Arbeitsplätze im Sinne der Arbeitsstättenrichtlinie handelt.
Die Fahrradgarage ist zusammen mit den Servicestationen als grüner Showroom für die urbane Gartenschau in den Entwurf zu integrieren. Die grüne Galerie ist hinsichtlich Form, Lage und Größe entwurfsabhängig zu gestalten. Eine Positionierung im Erdgeschoss mit Sitzplätzen im Außenbereich ist ebenso denkbar wie ein begrünter Dachgarten.