Studierende im 4. und 6. Semester erkunden zentrale architekturtheoretische Positionen, die von der Antike bis in die Gegenwart reichen. In einem dynamischen Zusammenspiel von Vorlesungen und praktischen Workshops lesen, analysieren und reinterpretieren sie grundlegende theoretische Texte. Der Kurs folgt einem besonderen didaktischen Ansatz: Die Kerngedanken jedes Textes werden zunächst in einem Diagramm verdichtet–einem visuellen Gedankenbild. Dieses bildet die konzeptionelle Grundlage für ein kurzes, TikTok-artiges Video, das architekturtheoretische Inhalte auf anschauliche und visuell fesselnde Weise einem breiteren Publikum zugänglich macht. Diese Transformation–vom Text zum Bild zur Bewegung–eröffnet neue Perspektiven: Abstrakte Konzepte werden greifbar, und komplexe Ideen lassen sich über die Grenzen des akademischen Diskurses hinaus vermitteln. Jedes Video ist zugleich eine persönliche Reflexion darüber, was architekturtheoretische Auseinandersetzung heute bedeuten kann. Die Beschäftigung mit Theorie entfaltet sich dabei im thematischen Rahmen des Studienjahres: Schönheit.