798 Superfood Block
Der Entwurf entwickelt eine Zukunftsperspektive für den bestehenden Block B3, der heute von Leerständen und einer einseitigen Nutzung geprägt ist. Anstatt den Bestand grundlegend umzustrukturieren, setzt das Projekt auf den Erhalt funktionierender Strukturen und die gezielte Aktivierung ungenutzter Potenziale.
Inspiriert vom 798 Art District in Peking versteht der Entwurf industrielle Transformation als fortlaufenden städtischen Prozess. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und urbaner Resilienz untersucht das Projekt, wie produktive Nutzungen wieder Teil des Stadtquartiers werden können.
Kern des Konzepts ist die Integration einer flächensparenden urbanen Lebensmittelproduktion–insbesondere von Algen und Pilzen–in den bestehenden Block. Leerstände werden aktiviert, der Bestand punktuell ergänzt und neue produktive Nutzungen mit Wohnen, Arbeiten und öffentlichem Leben verknüpft.
Das Projekt fragt, wie sich bestehende Stadtquartiere durch produktive Nutzungen weiterentwickeln lassen und wie urbane Produktion einen Beitrag zu einer resilienten und gemischt genutzten Stadt leisten kann.