Platz da!

Autor:innen
Alina Burose, David Schnitzer, Sarah Krapfenbauer, Anna Düll, Stephan Ullrich, Laura Gschwender, Max Khim
Aufgabe
Platz da!
Semester
Sommersemester 23
Studiengang
Master
Modul
Theorie und Stadt
Modulbestandteil
M1X20 Stadt

»Schreiben, Stadt, Bauen« oder »Schreiben statt Bauen«? Architekturjournalismus ist eine vergleichsweise unbekannte Disziplin, obwohl unsere gebaute Umwelt – mit all ihren gelungenen und weniger gelungenen Beispielen – allgegenwärtig ist. Kritiker*innen aus Journalismus und Wissenschaft dokumentieren, kommentieren und bewerten architektonische und städtebauliche Ereignisse wie Ausstellungen, Interventionen oder Veränderungen im öffentlichen Raum und machen diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Ein fundierter Architekturjournalismus hat das Potenzial, wichtige gesellschaftliche Debatten über gestalterische, soziale, politische und philosophische Aspekte von Architektur und Städtebau anzustoßen und sie in die Breite der Gesellschaft zu tragen. Für Planer*innen ist es essenziell, die Kontexte zu verstehen, in denen sie gestalten. Rückmeldungen zu den Wirkungsebenen von Entwürfen und den Risiken von Entscheidungen sind ein wertvolles Instrument für die Praxis.

 

In diesem Seminar nehmen wir die Perspektive von Architekturjournalist*innen ein und üben uns in Architekturkritik. Wir treten in einen Dialog mit unserer gebauten Umwelt, erforschen die Prozesse, die hinter Entscheidungen stehen, und versuchen, sie kritisch zu hinterfragen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Diskussion über Architektur zu leisten und neue Perspektiven in den architektonischen Diskurs einzubringen. Das Seminar schafft einen Raum, um konkrete Ereignisse und Herausforderungen der Stadtentwicklung gemeinsam zu analysieren, zu diskutieren und schriftlich zu reflektieren.

 

Das Schreiben über Architektur ist ein anspruchsvoller Prozess, der Übung und Austausch erfordert. Im Seminar erarbeiten wir in mehreren Blockterminen gemeinsam Fragestellungen zu architektonischen oder städtebaulichen Themen. Jede*r Teilnehmende wird dabei individuell unterstützt, um Beobachtungen zu schärfen, Analysen zu vertiefen und eine reflektierte Bewertung vorzunehmen. Ziel ist es, diese Arbeit in einem fundierten Text zusammenzuführen, der als Studienleistung die Auseinandersetzung mit Architektur und Städtebau dokumentiert.