1.5°C Trial & Error

Autor:innen
Ferdinand Aull, Julia Deger, Lea Ehrlich, Bianca Gastner, Amrei Geiger, Justin Johnson, Filip Lerotic, Adrian Kleinöder, Darja Koch, Kristin Kreiselmeyer, Nina Lietzau, Rebecca Michl, Sven Nagler, Leonie Müller, Dorothee Schilde, Max Schillai, Inga- Lill Seitz, Patrick Schneider
Semester
Wintersemester 22/23
Studiengang
Bachelor
Modul
Projekt
Modulbestandteil
B4X10 Wahlprojekt

studiokep

 

1.5°C Goal
Der Klimawandel erfordert resilientere Bauweisen, die durch Robustheit und Flexibilität Widerstandsfähigkeit und Entwicklungsfähigkeit bestehen. Angesichts zunehmender Temperaturen und Extremwetterereignisse müssen zukunftsfähige Strukturen in der Architektur geschaffen werden. Die europäische Stadt hat historische Herausforderungen gemeistert und wird sich auch neuen klimatischen Bedingungen anpassen, wobei Architekt*innen unter anderen Rahmenbedingungen arbeiten werden. Erkenntnisse aus dem Klimawandel bieten die Chance für eine Neugestaltung unserer Lebensräume und eine bewusste hybride Gesellschaft.

 

Einleitung Studio

Das Urban Lab Nürnberg gehört zu den 17 Pilotprojekten des Programms »Post Corona Stadt« der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Es untersucht Krisenmanagementstrukturen und die Einbindung der Stadtbewohner*innen zur Förderung einer resilienteren Stadtentwicklung. Mit dem Projekt »Was wäre, wenn…?« wird ein zukünftiges Krisenszenario entwickelt und auf Nürnberg zugeschnitten, um die Stadtgesellschaft spielerisch und alarmierend auf mögliche Krisen vorzubereiten.
Ein realistisches Krisenszenario für Nürnberg in den nächsten 30 Jahren wurde entwickelt. Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis erarbeiteten die Auswirkungen auf verschiedene Stadtbereiche. Interventionen im öffentlichen Raum, Kultur- und Medienarbeit sowie digitale Angebote machten die fiktive Krise erlebbar. Begleitend wurde ein Beratungs- und Förderprogramm initiiert, das Projekte zur Stärkung der Stadtgesellschaft im Ernstfall unterstützt. Die Ergebnisse wurden in einem »Krisenfestival« präsentiert und in einer Publikation zur Nachahmung dokumentiert.

 

A Trial and Error Project
Das studiokep der Technischen Hochschule Nürnberg, Fakultät Architektur, beschäftigte sich im WiSe 22/23 mit interdisziplinären Zukunftsszenarien für angepasste innerstädtische Lebenswelten unter zunehmenden klimatischen Bedingungen. Studierende analysierten die Auswirkungen von Hitze, Kälte, Dürre und Überschwemmungen auf die Architektur und entwickelten adaptive hochbauliche Lösungsansätze. Interdisziplinäre Teams erforschten im Kickoff-Workshop und Raum Ort Laboren architektonische, soziologische und stadtgesellschaftliche Randfelder und nutzten die erforschten Erkenntnisse aus Referenzprojekten für ihre innovativen Lösungsansätze.
Jedes Entwurfsteam analysierte innerstädtische Oberflächen in Nürnberg und Rom, um adaptive Architekturen zur mikroklimatischen Verbesserung zu entwickeln. Eine zusätzliche städtische Mehrwertfunktion soll integriert werden. Studierende bestimmen selbst die städtebauliche Situation und den Bauplatz (Platz, Fassade, Dach). Der Entwurf musste den klimatischen Anforderungen gerecht werden und auf die Anfangsrecherche sowie das erarbeitete Krisenszenario abgestimmt werden. Die Wahl der Materialien und deren Resilienz waren entscheidend für die Anpassungsfähigkeit der Architektur.

Kleinoeder, Lerotic, Schneider
Gastner, Schilde, Seitz
Aull, Kreiselmeyer, Schillai
Koch, Mueller, Johnson
Deger, Lietzau, Ehrlich
Geiger, Michl, Nagler