Im Zuge der wegfallenden Produktionsküche und der Räumlichkeiten der Mensa Schütt fehlen der TH Nürnberg die infrastrukturellen Voraussetzungen für die ausreichende Versorgung der Studierenden. Als langfristiges Ziel soll zudem der bis dato eher introvertierte Campus sich mehr mit der Stadt verzahnen, um als wissenschaftlicher Impulsgeber der Region zu fungieren. Der Kesslerplatz vor der Hauptfassade des KA-Gebäudes wird aktuell als Parkplatz genutzt. Die inklusive Erreichbarkeit für Fußgänger und Radfahrer sowie die städtebauliche Lesbarkeit der TH Nürnberg sind aber in der aktuellen Situation eher schlecht.
Der Entwurf sieht nun vor, den Parkplatz durch einen in drei Zonen geteilten Park zu ersetzen, an dessen nördlichen Rand sich der gläserne Neubau der Mensa positioniert. Im Osten zwischen den Hauptfassaden von KA-Gebäude und Mensa entsteht ein steinerner Uniplatz, der als Erweiterung des Campus fungiert. Im Süden, zwischen Mensa und Maria-Ward-Schule entsteht ein Längenplatz, der die Hauptachse der Pendlerbewegung von der U-Bahn Wörhder Wiese aufnimmt und sie zentriert auf die nun in Szene gesetzte Hauptfassade des KA-Gebäudes führt. Im Westen liegt als Grüner Bürgerpark die bestuhlte Freifläche der Mensa, die außerhalb der universitären Stoßzeiten als Café und Restaurant genutzt werden kann. Verbunden werden die drei Platzzonen durch ein Pflanzkonzept, das mit raumbildenden Gras- und Staudenelementen sowie einem Fokus auf biopositive, olfaktorische Kräuter und Blumen ganzjährig den Platz belebt. Der Belag besteht teilweise aus recycelten Pflastersteinen und upcycelten Beton-Verbundplatten aus anfallendem Abbruchmaterial.