Urban Sketching versteht Zeichnen als Methode der Stadtforschung und des städtebaulichen Entwerfens. Im Mittelpunkt steht nicht die zeichnerische Perfektion, sondern die bewusste Wahrnehmung und Analyse urbaner Räume. Durch das Zeichnen entwickeln Studierende ein Verständnis für Maßstäbe, räumliche Zusammenhänge, Atmosphären sowie das Wechselspiel von Baukörpern, Freiräumen und Bewegung.
Die Lehrveranstaltung verbindet Stadtspaziergänge, ortsbezogene Zeichenübungen und Reflexionen zu einem forschenden Lernprozess. Ziel ist es, den Stadtraum nicht nur abzubilden, sondern ihn bewusst zu beobachten, kritisch zu hinterfragen und räumliche Erkenntnisse in eine individuelle zeichnerische Ausdrucksform zu übersetzen. Zeichnen wird dabei als Instrument der Wahrnehmung, Analyse und räumlichen Urteilsbildung verstanden und bildet eine Grundlage für den städtebaulichen Entwurfsprozess.