Nadja Letzel

Geboren in Dessau, Studium der Architektur in Weimar, Diplom 1990, freie Mitarbeit in Architekturbüros u.a. in Kassel. 1997-2000 wissenschaftliche Mitarbeit am Lehrstuhl Entwerfen und Bauen im Bestand, Prof. Inken Baller, BTU Cottbus, parallel Gründung des eigenen Büros mit Gábor Freivogel 1997 in Halle/Budapest. Finalist DAM Preis 2006. Teilnahme an Wettbewerben und realisierte Projekte in Deutschland und Ungarn. Zusammenschluss mit Timm Kleyer und Alexander Koblitz zu kklf architekten in 2006. Projekte in Auseinandersetzung mit Bestand und geschützten Objekten. 2007 Berufung auf die Professur Bauen im Bestand an der TH Nürnberg, Etablierung eines Bürostandorts in Nürnberg. Mitglied im BDA seit 2019, Mitwirkung in Baukunstbeiräten und Wettbewerbsjurys, aktuell Mitglied im Gestaltungsbeirat Tübingen.

 

Lehre Bauen im Bestand
Die kritische Auseinandersetzung mit Kontext in Bezug auf Geschichte und Gesellschaft, genannt Bauen im Bestand, ist eines der herausforderndsten Lehrgebiete. Es geht um Kernfragen der Zeit: Nichts zu vergeuden, anzusetzen, wo Disbalancen auftreten, Bestehendes zu hinterfragen, neu zu ordnen, zu reparieren bzw. sinnvoll zu überformen.
Es umfasst einen ganzen Kosmos von Aufgaben, die sich mit Erbe, Erhalt und möglicher Weiterentwicklung in unterschiedlichsten Maßstäben, im Konzeptionellen, in direkter Anwendung wie im Theoretischen beschäftigen.

 

Forschende Lehre
Im Bereich der Erinnerungskultur werden Untersuchungen/Studien in Auseinandersetzung mit jüngerer Geschichte/Baugeschichte und mit Forschungseinrichtungen durchgeführt. Insbesondere geht es um den Umgang mit den Hinterlassenschaften der 1930er Jahre in Bayern. Ebenso werden regelmäßig Potenzialuntersuchungen für Bestandsentwicklungen in Kooperation mit Städten und Gemeinden übernommen. Dabei werden Objekte von besonderer Lage, spezifischer baugeschichtlicher Relevanz und deren Umfeld betrachtet.

Lehrprogramm