Sportcampus

Autor:innen
Brent Berger, Julia Geilersdorfer, Sofia Pfister, Nicola Warncke
Aufgabe
Regatta Reuse
Semester
Sommersemester 23
Studiengang
Master
Modul
Projekt
Modulbestandteil
M4000 Projekt

Freude am Sport, Frieden und Völkerverständigung, Begeisterung und Gastfreundschaft, Modernität und Innovation, Kulturelle Integration. Diese fünf gesetzten Leitbilder dienten damals als Grundlage für Gestaltung und Ablauf von Olympia 1972 in München. Mittlerweile spürt man auf dem Gelände der Ruderregattaanlage von ihnen fast nichts mehr, dabei sind die Themen heute so aktuell wie nie. Neu angesiedelte, punktuelle Angebote wie die des Beachclubs oder der Bungeejumping Anlage wirken eher temporär und werden dem Bestand nur wenig oder gar nicht gerecht. Um die Anlage wieder zum Leben zu erwecken und die einst verkörperten Werte wieder an die Menschen heranzubringen und, braucht es nun ein ganzheitliches Konzept.

 

Neben dem eigentlichen Ruder- und Kanusport sind heute vor allem Renn- oder Fahrrad, Inlineskates und Roll-Ski auf den neu angelegten Wegen rund um das Becken dominant. Zu Fuß, zum Spazieren, Gassi gehen oder Schlendern wird man oft an die Seite gedrängt und wenig beachtet. Daher wird das Wegesystem in eine be- und entschleunigte Ebene aufgeteilt. Hierbei ist der Begriff Ebene nicht zwingend auf den Höhenbezug zu verstehen, sondern viel mehr als Netz, das sich aus allen Wegen ergibt. Zum einen werden zwei Fußwege auf dem Wall entlang der Regattastrecke zu einem Rundgang verbunden und erweitert, teilweise auf Spuren bereits etablierter Trampelpfade. Zum anderen wird der bestehende, knapp 4,5 Kilometer lange Rundweg hauptsächlich den Sportarten gewidmet, die durch eine derart hindernisarme und geradlinige Rennstrecke begünstigt werden – Rennradfahren, Inlineskaten, Rollerski-Laufen und Jogging.

 

Aus diesen Gegebenheiten vor Ort soll ein Parcours entstehen, dem die fünf Leitbilder zugrunde liegen. Ein Erlebnisrundgang, an dem man die Ziele von Olympia verfolgen und spüren kann. Stark geprägt durch den Sport, aber vor allem fortgeführt durch die Aktivierung der »anderen Seite« soll nun ein Angebot für alle entstehen. Die vorhandene Tribüne wird mit neuen Nutzungen aufgeladen und durch das Retreat mit seiner komplementären Nutzung ergänzt. Das Retreat wird ein Ort des Anbauens, Verarbeitens und Schaffens sowie ein Ort zum Verweilen. Auf halber Strecke verbindet beide Orte eine Seilbahn, um den Weg mit Freude am Sport zu bestreiten.

 

Beide Seiten bilden eine Synergie zur jeweils anderen und beflügeln sich gegenseitig. Die Ruderregattaanlage wird nun wieder zu einem Begegnungsort, der ganzjährig und ohne feste Zielgruppe vielseitig genutzt werden kann.