Professur Städtebau und Entwerfen
Prof. Julia Köpper/Prof. Henry Fenzlein/Serafima Kreusch/Katharina Haker
Im städtebaulichen Entwurfsstudio Street Potentials wurde das Potential der Fürther Straße hinsichtlicher der Transformation zu einem lebendigen Nachbarschaftsboulevard untersucht, der attraktive und klimaadaptive Grün- und Freiräume für Alle Lebewesen bietet und gleichzeitig neue Wohnungsangebote in der Stadt schafft und dadurch einen Wandel von der Ausfallstraße zur nutzungsgemischten und nachbarschaftlichen Magistrale erfährt.
Mit dem Entwurfsprojekt wurden die Chancen und Möglichkeitsräume einer der prägenden Magistralen in Nürnberg mit unterschiedlichen Interessenschwerpunkten ausgelotet um das enorme Potential der Fürther Straße zu bergen und auszureizen. Der 3 km lange Entwurfsgebiet wurde in 10 Abschnitten bearbeitet, jeder Abschnitt wurde parallel von zwei Gruppen mit unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkten bearbeitet: eine Gruppe mit dem Fokus auf »Wohnraum für Alle«, die andere Gruppe mit dem Fokus »Freiraum für Alle«.
Nach dem Motto Freiraum für Alle! sollte der Versiegelungsgrad des Stadtraumes
Fürther Straße verringert werden, dies wird nur durch eine Reorganisation und Optimierung des MIV (motorisierter Individualverkehr) möglich sein. Mit Hilfe der Neuorganisation des Verkehrs wurden neue Möglichkeitsräume für Artenvielfalt, Biodiversität und Klimaadaption geschaffen. Zugleich galt es Freiraum in all seinen
Möglichkeitsformen neu zu denken! In der Umnutzung, Überlagerung, Entsiegelung
oder in die Vertikale.
Nach dem Motto Wohnraum für Alle! sollte sich das bauliche Gesicht der Straße weiterentwickeln. Mit mehr Wohnungsangeboten und damit mehr Nutzungsvielfalt soll
das lebendige Alltagsleben entlang der Fürther Straße gestärkt werden.
Dafür wurden Orte für Neubau, Umnutzung, Aufstockung etc. gesucht. Die bauliche
Transformation soll zur Verbesserung der räumlichen Qualitäten sowie der Fassung
neuer Stadträume beitragen.